Abkürzung Begriff Erklärung
ASCT/ASZTAutologe StammzelltransplantationEigene Stammzellen werden entnommen, Chemo, dann Rückgabe
BCMAB-Zell-ReifungsantigenProtein auf Myelomzellen – wichtiges Ziel für Therapien
bsAbBispezifischer AntikörperAntikörper, der zwei Ziele gleichzeitig angreift
CAR-TChimäre Antigenrezeptor-T-ZellenEigene T-Zellen werden im Labor umprogrammiert, um Krebszellen zu bekämpfen
CELMoDsCELMoD (cereblon E3 ligase modulator degraders)Neue Klasse IMiD-Nachfolger (Iberdomid, Mezigdomid, etc.)
CRComplete Remission (vollständige Remission)Keine Nachweisbarkeit von M-Protein (Serum/Urin) + <5% Plasmazellen im Knochenmark
CRSZytokinfreisetzungssyndromHäufige Nebenwirkung bei Immuntherapien (Fieber, etc.)
DLTDosislimitierende ToxizitätSchwere Nebenwirkung, die Dosis begrenzt
Dosis-EskalationFrühphase einer klinischen Studie, in der die Medikamentendosis schrittweise erhöht wird, um die sicher verträgliche Dosis und mögliche Nebenwirkungen zu bestimmen.
Dosis-ExpansionNach Abschluss der Dosis-Eskalation werden mehr Patient:innen mit der als sicher identifizierten Dosis behandelt, um Wirksamkeit und Sicherheit in einer größeren Gruppe genauer zu prüfen.
D-VRdDaratumumab + RVdDaratumumab + Lenalidomid/V Bortezomib/Dexamethason. Standard-Quadrupeltherapie bei neu diagnostiziertem MM
EMDExtramedulläre ErkrankungMyelomherde außerhalb des Knochenmarks, z.B. in Organen oder Weichgewebe
ex vivoBehandlung außerhalb des KörpersZellen werden aus dem Körper entnommen, im Labor verändert oder behandelt und danach wieder zurückgegeben.
FcRH5Fc‑Rezeptor‑ähnliches 5‑ProteinEiweiß auf bestimmten B‑Zellen und Myelomzellen, das als Zielstruktur für neue Antikörper‑Therapien dient.
GLP-1Glukagon-ähnliches Peptid-1Ein natürliches Hormon aus dem Darm, das den Blutzucker senkt (stimuliert Insulin), den Appetit reduziert, die Magenentleerung verlangsamt
GLP-1-RAGLP-1-RezeptoragonistenMedikamente wie Ozempic®/Wegovy® bei Diabetes/Übergewicht
ICANSImmun-Effektor-Zell-assoziierte NeurotoxizitätSeltene neurologische Nebenwirkung bei CAR-T/bsAb
IMiDsImmunomodulatorische MedikamenteLenalidomid, Pomalidomid, Thalidomid bei MM
in vivoBehandlung im lebenden KörperTherapie oder Untersuchungen, die direkt im Körper stattfinden (z. B. Gentherapie, die im Blut wirkt).
Isa-VRdIsatuximab + RVdIsatuximab + Lenalidomid/V Bortezomib/Dexamethason. Standard-Quadrupeltherapie bei neu diagnostiziertem MM
MGCSMonoklonale Gammopathie klinischer BedeutungMGUS verursacht Organschäden ohne offene Krebserkrankung
MGUSMonoklonale Gammopathie unklarer BedeutungHäufige Vorstufe von MM; 1 % Fortschreitungsrisiko/Jahr
MRDMinimale ResterkrankungSehr tiefe Remission (kaum noch Krebszellen nachweisbar)
MTDMaximal tolerierte DosisHöchste Dosis eines Medikaments, bei der die Nebenwirkungen für die meisten Patient:innen noch akzeptabel sind und keine unzumutbaren oder lebensbedrohlichen Toxizitäten auftreten.
NDMMNeu diagnostiziertes multiples MyelomMyelom zum ersten Mal diagnostiziert (noch keine Therapie)
ORRGesamtansprechrateAnteil der Patient:innen, die auf Therapie ansprechen
OSGesamtüberlebenZeit bis zum Tod (an jeder Ursache)
PDPharmakodynamikBeschreibt die biochemischen und physiologischen Wirkungen eines Arzneistoffs auf den Körper sowie dessen Wirkmechanismen - „Was macht das Medikament mit dem Organismus?“
PFSProgressionsfreies ÜberlebenZeit bis das Myelom wieder wächst
PIsProteasom-InhibitorenMedikamente wie Bortezomib, Carfilzomib – blockieren Proteinabbau
PKPharmakokinetikUntersucht, wie der Körper Arzneistoffe aufnimmt (Resorption), verteilt (Distribution), umwandelt (Metabolismus) und ausscheidet (Elimination) – „Was macht der Körper mit dem Medikament?“
PR Partielle Remission Deutliches, aber nicht vollständiges Zurückgehen der Krankheit
R-ISSRevidiertes Internationales StadiumssystemRisikogruppen-Einteilung (I-III)
RP2Dempfohlene Phase‑2‑DosisDosis, die auf Basis der frühen Studienphasen (z.B. MTD, Sicherheit und ersten Wirksamkeitssignalen) für weitere Untersuchungen in Phase‑2‑Studien ausgewählt wird.
RRMMRezidiviertes/refraktäres multiples MyelomMyelom kommt zurück oder reagiert nicht mehr auf Therapie
RVdRVD (Lenalidomid, Bortezomib, Dexamethason)Standard-Tripeltherapie bei neu diagnostiziertem MM
sCRStrenge komplette RemissionBeste mögliche Tumorantwort
SCT/SZT StammzelltransplantationHämatopoetische Stammzellen (aus eigenem oder fremdem Blut/Knochenmark) werden transplantiert, um Immun- und Blutsystem nach Chemo neu aufzubauen
SMMSchwelendes Multiples MyelomVorstufe von symptomatischem MM; 10 % Fortschreitungsrisiko/Jahr
SOCStandardtherapie (Standard of Care)Üblicher, an Leitlinien orientierter Behandlungsstandard
TETransplantationsgeeignetPatient:innen, die eine Stammzelltransplantation machen können
TEAEBehandlungsassoziierte unerwünschte EreignisseNebenwirkungen während der Therapie
TIETransplantationsungeeignetPatient:innen, bei denen Transplantation nicht möglich/sinnig ist
trispezifische AntikörperAntikörper mit drei Bindungsstellen Spezielle Antikörper, die gleichzeitig an drei unterschiedliche Ziele binden können, zum Beispiel an Krebszellen und Immunzellen, um die Abwehr gezielt zu aktivieren.
VGPRSehr gute partielle RemissionSehr gute Tumorverkleinerung


Für Fachbegriffe rund um das Multiple Myelom finden Sie ausführliche Informationen unter folgenden Links:
Fachwörter zum Thema Multiples Myelom (myelom.org)
DLH Patientenfibel 2024 (PDF)
Patientenhandbuch 2025 – Universitätsklinikum Heidelberg (PDF)